Wie sicher sind die Daten in der Cloud?

Cloud-Computing und Cloud-Storage waren zwei der größten IT-Trends der vergangenen Jahre. Doch nachdem durch Edward Snowden aufgedeckt wurde, wie systematisch der amerikanische Geheim-dienst NSA mit seinem Spähprogramm PRISM nicht nur Verbindungsdaten speichert, sondern sich auch Zugang zu Dateien verschafft, die in der Cloud lagern, ist die Verunsicherung in vielen Unternehmen groß. Werden die gesam-melten Daten deutscher Unternehmen tatsächlich zur Terrorabwehr analysiert? Oder steckt nicht vielmehr Industrie-spionage dahinter? Und was bedeuten diese Frage für die zukünftige Nutzung von Cloud-Lösungen?

Misstrauen gegenüber US-Unternehmen


Unternehmensdaten über das Internet auf virtuellen Festplatten zu speichern, zu archivieren und weiterzugeben hat gegenüber einer herkömmlichen internen Netzwerkstruktur entscheidende Vorteile. Man bucht nur so viele Kapazitäten, wie man aktuell benötigt und entledigt sich nebenbei der aufwändigen Administration eines eigenen, großen Rechenzentrums.

Doch durch den Abhörskandal ist die schöne neue IT-Welt in der Wolke ins Wanken geraten. Viele Unternehmer fragen sich, ob sie es überhaupt noch verantworten können, sensible Firmendaten im Internet zu speichern und darauf zu vertrauen, dass der Anbieter sie vor Missbrauch schützt - und zudem nicht selbst an Geheimdienst-Behörden weitergibt. Insbesondere amerikanische Unternehmen haben unter dem zunehmenden Misstrauen der Anwender zu leiden. Ein Misstrauen, das berechtigt ist, schließlich gelten für amerikanische Unternehmen nicht die gleichen strengen Datenschutzrichtlinien wie für deutsche Unternehmen.

Fatale Folgen bei Datenweitergabe


Für Unternehmen, deren sensible Daten durch die Cloud-Speicherung in fremde Hände gelangen, kann dies weitreichende Folgen haben. Konkurrenten könnten auf diesem Weg Zugang zu wertvollen Informationen erlangen. Beispielsweise zu konkreten Firmenzielen, neuen geplanten Produkten, Strategien bei Verhandlungen, dem finanziellen Ist-Zustand und vielen weiteren Informationen, die erheblichen Schaden anrichten können - je nachdem, wer sie zu Gesicht bekommt.

Das Problem bei der Nutzung von amerikanischen Cloud-Lösungen ist nur: Sie haben keinerlei Kontrolle darüber, wo Ihre Daten tatsächlich gespeichert werden und wer darauf Zugriff erhält. Und selbst falls aktuell "nur" die NSA solche Daten aus Terrorabwehr-zwecken speichert und nicht an amerikanische Unternehmen weitergibt: Welche Garantie hat man, dass dies auch in Zukunft so bleibt? Dann nämlich, wenn sich der Wettbewerb und die Spannungen zwischen Deutschland und den USA noch verstärken sollten?


Auf deutsche Anbieter setzen


Viele werden bei solch einem drohenden Szenario wohl darüber nachdenken, komplett auf Cloud-Lösungen zu verzichten. Doch damit verliert man natürlich auch zwangsläufig alle Vorteile, die diese Technik zweifellos mitbringt.

Entscheidend ist es deshalb, genau zu prüfen, mit welchem Cloud-Anbieter man zusammen-arbeitet. Wer sich für einen deutschen Anbieter entscheidet, hat die Gewissheit, dass sich das Unternehmen an hierzulande geltendes Datenschutzrecht hält. In Ihrem IT-Systemhaus sind Sie zu einem passenden Datensicherungs-konzept gut beraten.

Ich freue mich auf Ihre Projektanfragen.

Fordern Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

Ihr Ralf Ströbele

Ralf Ströbele
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Thomas Ströbele
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